Dein Gast sitzt nicht bei Dir im Studio – so klappt die Remote-Aufnahme trotzdem

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In einer idealen Welt hättest Du ein schickes Aufnahmestudio, in das Du jeden Podcast-Gast einladen könntest. Aber in der Realität arbeiten die meisten Podcaster von zu Hause aus. Nicht immer ist es möglich, sich zu treffen und persönlich aufzunehmen.

Die gute Nachricht ist: Wenn Du erst einmal gelernt hat, wie Du einen Podcast richtig aufnimmt, klingt der Ton fast so gut wie bei einem persönlichen Gespräch. Viele Podcasts werden remote aufgezeichnet, klingen aber so, als sässen beide Sprecher in demselben Aufnahmeraum.

Für Deine nächste Remote-Podcast-Aufnahme geben wir Dir hier einige Tipps.

Investiere ins Equipment

Ja, das lohnt sich wirklich! Wenn Du einen professionell klingenden Podcast produzieren möchtest, solltest Du mindestens in diese Geräte investieren:

a) Mikrofon

So ziemlich jedes externe Mikrofon wird besser klingen als das in Deinem Laptop oder Handy verbaute Mic. Das Headset, das mit Deinem Smartphone mitgeliefert wurde, klingt mit grosser Wahrscheinlichkeit bereits besser als das Einbaumikrofon.

Ein hochwertiges Mikrofon kannst Du per USB an Deinen PC anschliessen. Das hat den Vorteil, dass Du nicht zusätzlich noch ein Mischpult benötigst, um den Ton sauber abzumischen.

Ein externes Mikrofon lohnt sich übrigens auch für Videocalls!

b) Pop-Filter

Der Mikrofon-Windschutz ist ein preiswertes Gerät, das wahre Wunder bewirkt. Er verhindert, dass „Pops“ (explosive Geräusche, die entstehen, wenn Du Wörter mit „p“ oder „b“ sagst) Deinen Ton ruinieren. 

c) Kopfhörer

Trage während der Aufnahme und beim Bearbeiten einen Kopfhörer. Ein Kopfhörer isoliert den Ton, so dass Du nur das hörst, was Dein Mikrofon hört. So kannst Du feststellen, ob es störende Geräusche gibt, die Du eliminieren solltest.

Richte Dein Studio ein

Wahrscheinlich hast Du kein vollwertiges Studio daheim. Kein Problem! Richte Dir trotzdem eine Ecke ein, in der du Deinen Laptop und das Aufnahme-Equipment aufbauen kannst.

a) Wähle Deine “Studio-Ecke”

Du brauchst kein Luxus. Das kann eine Ecke Deine Schlafzimmers, der Küchentisch oder die Couch im Wohnzimmer sein. Hauptsache, Du hast etwas Platz und Ruhe.

b) Schalte alle Geräuschquellen aus 

Hast Du Dich schon einmal darauf geachtet, welche Geräusche ein Mikrofon aufnimmt? Selbst leises Surren des Laptop-Lüfters oder sogar eine Leuchtstoffröhre können Brummgeräusche verursachen, die Du erst bei der Wiedergabe Deiner Aufnahme bemerkst. Am besten machst Du eine Testaufnahme von etwa 30 Sekunden, in der Du Dich still verhältst. Höre die Aufnahme dann an und mache Dich auf die Suche nach den Störgeräuschen.

c) Nutze Schalldämpfer

Achte darauf, dass der Raum, in dem Du aufnimmst, keinen Hall erzeugt. Häufig passiert das, wenn Du in einem grossen, leeren Raum aufnimmst. Professionelle Aufnahmestudios haben Schaumstoffplatten an den Wänden, um Schall zu absorbieren. Mit Eierschachteln kannst Du selbst Schalldämpfer basteln, oder günstig welche online bestellen.

Du kannst aber auch Decken oder Teppiche aufhängen, die den Hall schlucken. So brauchst Du keine dauerhaften Veränderungen in Deiner Studio-Ecke vorzunehmen.

Photo by ConvertKit on Unsplash

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